
Myeong
Myeong
Myeong-dong, die Fußgängerzone von Seoul, vereint Street Food, koreanische Kosmetik, große Kaufhäuser und die erste katholische Kathedrale Koreas.
Myeong-dong ist eines der meistbesuchten Viertel von Seoul, mit etwa 2 Millionen Besuchern täglich auf weniger als 1 km². Als Handels-, Finanz- und Kulturzentrum beherbergt es die erste katholische Kathedrale Koreas, thematische Museen und eine der dichtesten Street-Food-Szenen der Hauptstadt.
Warum Myeong-dong besuchen
Myeong-dong konzentriert mehrere Facetten Seouls auf wenigen Fußgängerwegen. In puncto Handel rangierte das Viertel 2011, 2012 und 2013 unter den 9 teuersten Einkaufsstraßen der Welt und wurde 2012 zur Tourismusförderzone erklärt. In finanzieller Hinsicht bildet es zusammen mit Yeouido das Finanzzentrum der Hauptstadt und beherbergt unter anderem den Sitz der Zentralbank Koreas. Hinsichtlich des Erbes bleibt seine Backsteinkathedrale im gotischen Stil ein wichtiger historischer und politischer Bezugspunkt.
Das Viertel wird besonders Reisende interessieren, die koreanisches Shopping (Kosmetik, Prêt-à-porter), Straßenküche und ein historisches Gotteshaus in einem begrenzten, vollständig fußläufigen Umkreis verbinden möchten.
Geschichte des Viertels
Unter der Joseon-Dynastie war Myeong-dong zunächst ein Wohnviertel. Seine kommerzielle Umwandlung begann während der japanischen Kolonialzeit unter direktem Einfluss des benachbarten Handelsviertels Chungmuro. Es erhielt 1946 offiziell den Status eines Viertels.
Nach dem Koreakrieg beschleunigten die Entwicklung der benachbarten Achsen Namdaemun-ro und Euljiro, Stadtsanierung und der Bau von Wolkenkratzern seine Entwicklung. In den 1970er Jahren machten Kaufhäuser, Restaurants und Luxusboutiquen es zu einem geschätzten Zentrum einer aufstrebenden städtischen Jugend.
In den 1980er und 1990er Jahren wurde Myeong-dong auch zu einem politischen Schauplatz: Die Kathedrale diente insbesondere als Sammelplatz für Demonstrationen zugunsten der Demokratisierung, eine symbolische Rolle, die sie auch heute noch bewahrt.
Was man in Myeong-dong sehen und unternehmen kann
Die Kathedrale von Myeong-dong
Die erste katholische Kirche Koreas, die Kathedrale von Myeong-dong ist ein neugotisches Backsteingebäude. Der Ort ist mit den Ursprüngen des koreanischen Katholizismus verbunden, die bis 1784 zurückgehen, obwohl die heutige Kathedrale Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Über ihren religiösen Wert hinaus bleibt sie ein wichtiger politischer und denkmalgeschützter Bezugspunkt, besonders für ihre Rolle als Zufluchtsort während der pro-demokratischen Demonstrationen der 1980er und 1990er Jahre.
Die Straßenküche Seouls
Die Gassen von Myeong-dong konzentrieren eine große Vielfalt an Straßenverkaufsständen. Hier probiert man sowohl Kalguksu, eine mit dem Messer geschnittene Nudelsuppe, als auch Kimchi, die charakteristische lacto-fermentierte Gemüsebeilage der koreanischen Küche, ohne die Spieße, Tteokbokki und süße Snacks zu vergessen. Das Viertel beherbergt auch zahlreiche traditionelle und zeitgenössische Restaurants.
Shopping: Mode und koreanische Kosmetik
Myeong-dong ist eines der wichtigsten Einkaufszentren Seouls. Die Kaufhäuser Shinsegae und Lotte Department Store sowie das Noon-Square-Komplex decken internationale und koreanische Marken im mittleren und höheren Preissegment ab. Bei Kosmetik sind koreanische Marken besonders gut vertreten, darunter Stylenanda 3CE Pink Hotel, A-land und Aritaum. Mehrere K-Pop-Merchandising-Boutiquen ergänzen das Angebot mit einer großen Auswahl an Artikeln rund um die wichtigsten Gruppen auf dem Markt.
Das Nanta-Theater
Das Nanta-Musical, das regelmäßig in Myeong-dong aufgeführt wird, spielt sich in einer Küche ab. Die Schauspieler verwandeln Töpfe, Holzlöffel und Messer in Rhythmusinstrumente. Da das Spektakel weitgehend nonverbal ist, bleibt es für Zuschauer, die kein Koreanisch sprechen, zugänglich.
Drei thematische Museen
- Bank of Korea Money Museum: koreanische und ausländische Währungen, einige Münzen aus der Antike.
- 3D Black Art Museum: interaktive Gemälde, die mit optischen Täuschungen spielen.
- Korea Postage Stamp Museum: Geschichte der koreanischen Briefmarken und thematische Sammlungen.
Praktische Informationen
Rechnen Sie mit einem halben Tag, um das Viertel entspannt zu erkunden, und einem ganzen Tag, wenn Sie die Kathedrale, ein Museum und die Nanta-Show hinzufügen möchten. Die Hauptstraße und die meisten Gassen sind Fußgängerzonen: Fahrzeuge verkehren dort nur früh morgens oder spät abends.
Der Andrang ist das ganze Jahr über hoch, kulminiert aber am späten Nachmittag und abends, wenn die Street-Food-Stände aufgebaut werden. Wochenenden und asiatische Schulferien sind besonders voll. Für einen ruhigeren Besuch sollten Sie sich für einen Wochenvormittag entscheiden.
Wie man dorthin kommt
- Mit der U-Bahn, südlicher Teil: Linie 4, Station Myeong-dong.
- Mit der U-Bahn, nördlicher Teil: Linie 2, Station Euljiro 1-ga.
- Vom Flughafen Incheon: Bus 6015, der das Viertel direkt anfährt.
Vor Ort geht alles zu Fuß: Die Entfernungen zwischen der Kathedrale, den großen Kaufhäusern und den Museen überschreiten selten einige hundert Meter.
In der Nähe
Myeong-dong eignet sich hervorragend für eine kombinierte Route mit anderen charakteristischen Vierteln Seouls:
- Gwanghwamun und seine königlichen Paläste, einige U-Bahn-Stationen nördlich.
- Insa-dong, das Viertel der Kunstgalerien, Kunsthandwerker und traditionellen Teehäuser.
- Itaewon, Seouls internationales Zentrum, bekannt für sein Nachtleben und internationale Küche.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Myeong-dong in Ihre Reise einbinden
Myeong-dong lässt sich leicht in einen Aufenthalt in Seoul als Ergänzung zu königlichen Palästen und traditionellen Vierteln einbinden. Um eine maßgeschneiderte Route zu planen, konsultieren Sie unsere Reisen nach Südkorea.
In der Nähe
Interesse an diesem Besuch?
Wir können ihn in Ihre persönliche Route aufnehmen.







