
Shizuoka
Shizuoka
Zwischen Shoguns-Schloss, Teeplantagen mit Blick auf den Fuji, von der UNESCO geschützten Stränden und Onsens in Izu konzentriert sich ein authentisches Japon in Shizuoka - nur 1 Stunde von Tokio entfernt.
Shizuoka ist eine Stadt in der Suruga-Bucht an der östlichen Küste der Hauptinsel Japans, Honshu. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur. Sein Ruf gründet sich nicht zuletzt auf seine historische Verbindung zum großen Shogun Tokugawa Ieyasu. Mit seinen herrlichen Parks, Heiligtümern, Teefeldern, Stränden und Meeresfrüchten ist Shizuoka auch ein äußerst beliebtes Ausflugsziel für die Bewohner Tokios.
Ein wenig Geschichte
Shizuoka hieß früher Sunpu, ein Name, den die Stadt etwa 1190 Jahre lang trug, von 680 bis 1869. Es war eine wohlhabende Stadt, besonders während der Sengoku-Periode und der Edo-Ära.
Imagawa kontrollierte Sunpu während der Zeit der Streitenden Reiche. Tokugawa Ieyasu, der zukünftige Einiger Japans, wuchs zwischen seinem 8. und 19. Lebensjahr in der Stadt auf.
1607 ergriff Ieyasu die politische Macht und wurde "Ogosho" (Schattenshogun), was es ihm ermöglichte, eine nationale institutionelle Stärkung vom Schloss Sunpu aus voranzutreiben. Er leitete diplomatische Aktivitäten mit dem Ausland, insbesondere mit Europa, ein, was zum Aufstieg der Stadt zu einer Metropole mit 120.000 Einwohnern führte.
Zur damaligen Zeit war Sunpu entwickelt genug, um sich mit der Hauptstadt Edo (Tokio) zu messen. Während der Meiji-Ära wurde sie in Shizuoka umbenannt, was sich mit "ruhiger Hügel" übersetzen lässt.
Shizuoka ist heute eine schöne Provinzstadt. Obwohl sie vor allem für ihre historische Verbindung zu Tokugawa Ieyasu und ihre von Fuji-san überragten Teefelder bekannt ist, ist sie auch ein Baderparadies mit mehreren Onsens und einer wunderschönen Küste.
Was kann man in Shizuoka unternehmen?
1. Den Park des Schlosses Sunpu erkunden
Im Schloss Sunpu in Shizuoka verbrachte der bedeutende Tokugawa Ieyasu einen Teil seiner Kindheit und seine letzten Tage. Das Denkmal war wegen seiner zahlreichen Wassergräben als "das schwimmende Schloss" berüchtigt. Das befestigte Eingangstor, der Turm Tatsumi-yagura und die Brücke Higashigo-mon gehören zu den noch sichtbaren Elementen. Im Turm Tatsumi-yagura, der früher als Beobachtungsposten diente, sehen Sie eine Ausstellung archäologischer Fundstücke im Zusammenhang mit der Festung.
Der Park des Schlosses Sunpu bietet einen angenehmen Spaziergang. Besuchen Sie den kleinen Garten Momijiyama, in dem sich eine Miniaturversion des Fuji-san, einen Karpfenteich und einen schönen Wasserfall befinden. Vergessen Sie nicht, ein Foto mit der Statue des Shoguns Tokugawa Ieyasu zu machen. Gehen Sie dann zum Teehaus, um eine Tasse Sencha mit einigen Süßigkeiten zu genießen.
2. Das Heiligtum Kunōzan Tōshō-gū besuchen
Das Heiligtum Kunōzan Tōshō-gū war die letzte Ruhestätte von Tokugawa, bevor er nach Nikko verlegt wurde. Seine Gebäude mit aufwendigen Skulpturen und lebendigen Malereien bezeugen das künstlerische Geschick der Edo-Zeit.
Der Komplex beherbergt ein Museum mit wertvollen Artefakten aus dem Leben von Tokugawa Ieyasu, darunter außergewöhnliche Rüstungen und Schwerter. Bei einem Besuch erhalten Sie einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und Kultur Japans des 17. Jahrhunderts.
3. Die Teeplantagen bewundern
Die Präfektur Shizuoka ist weltweit für ihre Teeproduktion bekannt. Spektakuläre Panoramen seiner riesigen grünen Felder erwarten Sie bei Ihrer Reise durch die Region.
Sie können in die Welt des Tees eintauchen, indem Sie die Pfade erkunden, die sich zwischen den Teereihen schlängeln. Mehrere Domänen bieten Führungen an, um die Anbau- und Erntetechniken zu zeigen. Einige ermöglichen sogar die Teilnahme an der Blatterernte.
Wenn Sie ein Teeliebhaber sind, werden Sie die vor Ort organisierten Verkostungen sicherlich schätzen. Sie offenbaren das gesamte Aromaspektrum der Tees aus Shizuoka.
4. Den archäologischen Park Toro entdecken
Der archäologische Park Toro ermöglicht einen Sprung ins alte Japan. Diese außergewöhnliche Stätte aus der Yayoi-Periode (300 v. Chr. – 300 n. Chr.) enthüllt die Überreste eines 2000 Jahre alten Bauerndorfes.
Besucher können treue Nachbildungen von Wohnhäusern und Speichern auf Stelzen sowie alte Reisfelder erkunden. Das Museumsausstellung zeigt eine reiche Sammlung von 775 Artefakten, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden und den Alltag und die Agrartechniken der Zeit illustrieren.
Ein Spaziergang durch diesen Park bietet Besuchern die Gelegenheit, die Entwicklung der japanischen Gesellschaft und die Bedeutung des Reisanbaus für ihre Entwicklung zu verstehen. Die einzigartige Architektur der wiederaufgebauten Gebäude bezeugt die Erfindungsgabe der alten Bewohner und fasziniert Groß und Klein.
5. Die Ausstellungen des Museum of Modern Art Shizuoka sehen
Das Museum of Modern Art Shizuoka, das sich im Aoi Tower befindet, bietet ein eklektisches Programm. Kunstliebhaber werden die Vielfalt seiner Ausstellungen schätzen, die von traditioneller japanischer Kunst bis zu zeitgenössischen internationalen Werken reicht. Sein letztes Stockwerk, auf dem sich eine Panoramaterrasse befindet, bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt.
6. Ein paar Stunden am Strand von Miho verbringen
Der Strand von Miho, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, besticht durch seine Schönheit. Seine kristallklaren Gewässer laden zum Schwimmen und Schnorcheln ein, während seine Wellen Surfer anziehen.
Fotografiefans werden von dem goldenen Licht des Sonnenuntergangs an der Küste verzaubert. Genießen Sie einen Spaziergang entlang des Strandes, um die 650 Jahre alte Kiefer Hagoromo, ein legendäres Symbol des Ortes, zu bewundern. Das Kulturzentrum Mihoshirube in der Nähe beherbergt Ausstellungen zur Geschichte und Ökologie dieser ikonischen Küste.
7. In der Bahnhofsgegend spazieren
Die Gegend um die Bahnhof Shizuoka pulsiert vor lebendiger Energie. Trendige Geschäfte und einladende Cafés säumen die Sengen Dori-Einkaufsstraße, die sich etwa 15 Minuten nordwestlich des Bahnhofs befindet. Die harmonische Mischung aus modernen und traditionellen Gebäuden in diesem Teil der Stadt wird Architekturbegeisterte sicherlich erfreuen.
8. Die Aussichten auf die Region von Nihondaira genießen
Das Plateau Nihondaira beherbergt ein hochmodernes Observatorium, das Yume Terrace, das ein immersives 360-Grad-Erlebnis bietet. Mit seinen großen Glasfronten und seiner kreisförmigen Terrasse können Sie von diesem Ort aus ein atemberaubendes Panorama der Region bewundern.
Für eine einzigartige Perspektive nutzen Sie die Seilbahn, die das Plateau mit dem Heiligtum Kunozan Toshogu verbindet. Diese 5-minütige Luftfahrt wird Sie über das grüne Tal tragen.
9. Einen Abstecher nach Shimizu machen
Shimizu, eine ehemalige Hafenstadt, die 2003 mit Shizuoka fusioniert wurde, verdient einen Besuch wegen seiner einzigartigen maritimen Atmosphäre. Der Hafen, der einst entscheidend für die Teeausfuhr war, bleibt ein dynamisches Wirtschaftszentrum.
Verpassen Sie nicht das S-Pulse Dream Plaza, einen Handelskomplex, in dem sich das Shimizu Sushi Museum befindet, das Gastronomiebegeisterte begeistert.
Für ein unvergessliches Erlebnis steigen Sie auf eine Fähre von Shimizu nach Nishi-Izu Toi. Diese 70-minütige Fahrt verspricht atemberaubende Ausblicke auf die Suruga-Bucht und bei klarem Wetter auf den majestätischen Mount Fuji.
Bevor Sie abreisen, genießen Sie die lokalen Köstlichkeiten auf dem Fischmarkt, der für seine süßlich schmeckenden Sakura-Garnelen berühmt ist.
10. Sich vor den Wasserfällen von Shiraito und Otom wundern
Erfrischend wie Sencha-Tee gibt es in dieser Region viele Wasserfälle. Die begehrtesten sind die Wasserfälle von Shiraito auf dem Berg Fuji mit einer Breite von über 100 Metern und die Wasserfälle von Otome mit einer Höhe von 26 Metern.
11. Sich in einem Onsen entspannen
Die Onsen von Shuzenji, auf halbem Weg zwischen dem Pazifischen Ozean und dem Mount Fuji, locken Besucher mit ihrem mineralstoffreichem Wasser an. Einige Einrichtungen verfügen über Freiluftbäder mit Blick auf die umliegenden Teeplantagen. Für eine intimere Atmosphäre wählen Sie ein traditionelles Ryokan mit privatem Onsen.
Wann sollte man Shizuoka besuchen?
Die beste Zeit für einen Besuch in Shizuoka ist der Frühling (März-April) für die Kirschblüten und klare Aussichten auf den Mount Fuji, oder der Herbst (Oktober-November) für die Herbstfarben und lokale Feste.
Shizuoka, das an der Tokaido-Strecke liegt, ist leicht zu erreichen. Sie können mit dem Bus oder Zug von Tokio und anderen großen japanischen Städten anreisen. Mit dem Shinkansen Nozomi dauert die Fahrt nach Shizuoka von der Hauptstadt nur eine Stunde.
Die Busse von Shizutetsu decken den größten Teil der Stadt ab.
Lust, dieses Reiseziel zu entdecken?
Unsere lokalen Berater gestalten Ihre maßgeschneiderte Reise.